Die Dokumentations- und Beratungsstelle über Islamfeindlichkeit und Anti-muslimischer Rassismus ist in vielen Gebieten tätig. Hinzu kommt, dass sie in den letzten beiden Jahren ihre Aufgabenbereiche erweitert und spezifiziert hat, um effizienter und nachhaltiger zu arbeiten. So hat die Dokustelle mehrere Arbeitsbereiche: Die Dokumentation islamfeindlicher Ereignisse und Zivilcourage, die Bildungsarbeit, der Beistand, die Beratung und die Vermittlung gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Dokumentationsstelle. Nebenbei beteiligt sich die Dokustelle unter dem Jahr bei vielen verschiedenen Projekten und nicht zu den beständigen Aufgabenbereiche zählen.

Die Dokumentatons- und Beratungsstelle ist auf zwei unterschiedlichen Wegen erreichbar: einerseits kann man uns schriftlich erreichen wie per E-Mail, Online-Formular und über soziale Medien oder man kann uns direkt anrufen.

 

Kontaktiert uns eine Person telefonisch oder schriftlich und hat diese Person konkrete Fragen bezüglich einer Situation, so geben wir der Person praktische Tipps. Ist es notwendig, so vermitteln wir sie weiter an etablierte fachgerechte staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen und Stellen.

Ruft uns eine Person an, die unmittelbar Opfer einer islamfeindlichen Handlung geworden ist, so können wir dem/der Betroffenen Beistand leisten und diesem/r bei weiteren Schritten behilflich sein. Die seelsorgerische Aufarbeitung eines Gesprächs  stärkt den/die Betroffenen und gibt ihm/ihr das Gefühl nicht alleine zu sein. Aus diesem Grund geht es zunächst um die Erstaussprache zum Vorfall und in Folge um die Beratung.

Neben unserer herkömmlichen Dokumentation durch gemeldete Fälle betreiben wir auch Medienbeobachtung, indem wir die Zeitungen, Zeitschriften und soziale Medien beobachten und islamfeindliche Aussagen dokumentieren. Islamfeindliche Äußerungen, besonders in der Öffentlichkeit, erreicht ein breites Publikum, die weitreichende Folgen haben können. Allen voran hat die populistische Politik auf dem Rücken der Muslime reale Auswirkungen, die das  Zusammenleben erschwert.

Unserer Arbeit besteht zum einen Teil aus Dokumentationen der Fälle und zum anderen Teil ein Bewusstsein über Islamfeindlichkeit in ihren verschiedenen Formen zu schaffen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Aus diesem Grund ist die Kooperation mit muslimischen und nichtmuslimischen Vereinen, Institutionen und Schulen ein wichtiger Bereich unserer Arbeit. Wir bieten Workshops und Seminare an.

 

Hierbei geht es nicht nur um das Aufzeichnen der islamfeindlichen Vorfälle, sondern um das Empowering und Zivilcourage. In unseren Dokumentationen fragen wir explizit nach der Zivilcourage, die wir ebenfalls statistisch erfassen. Die Zivilcourage wirkt dem Rassismus und seinen Folgen in der Gesamtgesellschaft entgegen und ist deshalb wichtig, aufzuzeigen und hervorzutun.

 

Mit unseren Seminaren und Workshops machen wir die Menschen darauf aufmerksam, dass Islamfeindlichkeit nicht nur ein Problem für Muslime, sondern ein Problem für die gesamte Zivilgesellschaft darstellt. Das Wegschauen und Nicht-Beachten der islamfeindlichen Fälle kann ein friedliches Zusammenleben verhindern und die Gesellschaft spalten. Gerade jetzt ist es deshalb von großer Bedeutung gemeinsam ein Bewusstsein zu schaffen, um das Thema konstruktiv zu verarbeiten.[/features][/vc_column][/vc_row]